Sommergespräch 08 - Transformation

Shownotes

Wie gelingt die Transformation des Energiesystems?

Die Energiewende bedeutet nicht nur den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien, sondern auch Mobilität, Wärme und Industrie müssen dekarbonisiert, fossile Energieimporte reduziert werden dabei Versorgungssicherheit und Wohlstand erhalten bleiben. Wie kann dieses Energiesystem im Jahr 2040 aussehen?

Oder anders gesagt: Wie schaffen wir ein Energiesystem, das ähnlich wie eine Lederhose nicht nur heimisch und nachhaltig ist, sondern auch robust genug, um uns über Jahrzehnte zu begleiten?

In der achten und letzten Folge der „Sommergespräche“ spricht Angelika Kabrt mit Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur, welche Veränderungen notwendig sind, damit Österreich seine Energieversorgung künftig stärker selbst in die Hand nehmen kann.

Wie sieht unser Energiesystem 2040 aus? Warum gilt Elektrifizierung als der größte Hebel? Wie gelingt die Verkehrswende und warum ist die Wärmewende eine große Herausforderung, aber auch ein riesiger Hebel?

Wer verstehen möchte, wie die Energiewende 2040 aussehen könnte, welche Aufgaben auf dem Weg dorthin noch vor uns liegen, hört gerne in die neue Folge hinein.

Dieses Gespräch wurde am 17. August 2026 aufgezeichnet und ist auch auf YouTube als Video verfügbar unter https://youtu.be/QO1bCPed0Oo


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Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen bei Gegenstrom, dem Podcast zur Energiewende.

00:00:08: Wissen, Klarheit, Orientierung in allen Themen rund um die Energiewirtschaft in Österreich!

00:00:15: Ich bin Angelika Kabrit und das sind die Sommergespräche-Zweitausendsechsundzwanzig.

00:00:24: Herzlich willkommen zum letzten Sommengespräch zum Thema Transformation.

00:00:30: Mein heutiger Gast, Christoph Dolner Gruber von der österreichischen Energieagentur.

00:00:34: Herzlich willkommen!

00:00:36: Hallo und danke dass du zu uns ins Büro gekommen bist.

00:00:40: Ganz kurze Erklärung warum wir in Tracht hier sitzen.

00:00:43: das ist auch eine Art Transformation.

00:00:47: Meine Erklärung wäre, unser System wird in Zukunft österreichischer und regionaler.

00:00:53: Was möchtest du noch dazu sagen?

00:00:55: Also erstens einmal ist die Lederhose mein absolutes Lieblingskleidungsstück und ich suche immer wieder Gelegenheiten sie auch anziehen zu können.

00:01:05: Perfekt dass wir das heute so gemacht haben!

00:01:07: Und dann finde ich auch, dass es doch ein gutes Bild ist für die Energiewende beziehungsweise das wie unser Energiesystem sein soll.

00:01:16: regionaler.

00:01:16: Das ist natürlich ein Naturprodukt, etwas das nachhaltig ist und das Wichtigste.

00:01:22: So ein Ding hat man Jahrzehnte.

00:01:25: Einmal gekauft!

00:01:27: Nicht mehr gewechselt außer das Körpervolumen ändert sich sehr stark.

00:01:30: aber ich hoffe ich habe mich schon eingeschwungen.

00:01:32: Ich hab dieses gute Stück jetzt schon seit fünfzehn Jahren und es durch steht.

00:01:38: Wind, Wetter sämtliche Flüssigkeiten die da so drauf kommen ist sehr robust und auch das.

00:01:47: Das heißt die Investitionskosten haben sich schon rentiert?

00:01:50: Ganz sicher, ja!

00:01:51: Und auch unser Energiesystem sollte robust sein.

00:01:54: Wunderbar!

00:01:55: Gehen wir gleich zum Energiessystem, wenn wir uns in das Jahr two-tausendvierzig versetzen und die Energiewende gelungen ist, wovon wir ausgehen... Was muss da deiner Meinung noch passieren dass wir dort angekommen sind.

00:02:14: Ja,

00:02:15: also vielleicht angefangen... ...Zwanzigvierzig ist oft so ein bisschen ein magisches Jahr!

00:02:20: Ich bin davon überzeugt, dass die Energiewende-Zwzg nicht abgeschlossen sein wird sondern das es ein kontinuierlicher Prozess ist und sich das Energiesystem laufend weiterentwickeln wird.

00:02:30: Aber auch wir als Energieringentur haben ein Szenario, unsere Energiewelt, für den Sieb-Welt-Politik-Ziel der Klima-Nutralität, eben adressiert.

00:02:42: Das ist ein wichtiges Zäsuerjahr!

00:02:45: Ob das dann, wenn es dann ist, dann haben wir auch schon in diversen Wahlkämpfen richtig.

00:02:55: Sobald es ist, finde ich weniger entscheidend.

00:02:58: Das Set an Technologien ist relativ gleich, ob wir jetzt von Jahrzehnte bis Jahrzehrzehnten reden.

00:03:05: Wie schaut das Energiesystem aus?

00:03:06: Dann komplett anders!

00:03:09: Allerdings schafft es noch immer, dass was wichtig ist.

00:03:13: Also unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen und ich glaube das ist ein wichtiger Faktor, ein wichtiger Punkt.

00:03:19: Das heißt nicht, dass wir unser Leben komplett umkrempeln werden.

00:03:21: Wir werden nach wie vor in Wohnungen wohnen die komfortabel warm oder auch kühl sind.

00:03:29: Wir werden mobil sein mit dem Auto, mit dem Fahrrad zu Fuß und mit dem Flugzeug zugen in die Arbeit fahren.

00:03:37: Und in den Urlaub die Kinder zum Sport bringen.

00:03:40: also unsere Grundbedürfnisse.

00:03:42: Die Lebensqualität

00:03:43: bleibt ja echt so.

00:03:44: So wäre das natürlich unsere Vorstellung

00:03:47: aber nachhaltiger.

00:03:49: Aber nachhaltig effizienter auch Und das ist ein wichtiger Punkt, glaube ich, um unseren Lebensstandard halten zu können in Wohlstand und mit einer florierenden Wirtschaft.

00:04:04: Das heißt wir werden nach wie vor auch produzieren.

00:04:08: Wir werden eine Industrie haben was sich auch daran ablesen lässt dass in unserem Szenario unserer Energiewelt, die Industrie dann der größte Energieverbraucher Österreichs sein wird.

00:04:22: Heute ist es noch mit Abstand der Verkehrssektor.

00:04:25: Wir werden wahrscheinlich noch dazu kommen, wie es dazu kommt dass dann die Industrie übernehmen wird.

00:04:31: ein wichtiger Punkt um das zu schaffen ist sicherlich dass wir sehr stark elektrifizieren.

00:04:39: Das Energiesystem in der Zukunft wird... Was

00:04:42: elektrifizieren wir genau?

00:04:43: Wir elektrifizzieren Industrie, Wärme und Mobilität.

00:04:49: Steigen um auf.

00:04:50: Und das ist ein wichtiger Punkt für einen Energieträger, den wir selbst produzieren können, nämlich Strom.

00:04:57: Der heute schon zum Großteil erneuerbar ist!

00:05:01: Das heißt, das Energiesystem der Zukunft wird heimischer sein.

00:05:05: Wir werden uns selbstbestimmt damit Energie versorgen im Gegenteil zu heute wo wir noch sechzig Prozent unseres Energiebedarfs importieren.

00:05:15: Das Energiessystem wird dezentraler kleinteiliger funktionieren was auch Risiken besser verteilt Im Gegensatz zu manchen Großkraftwerken, wie wir heute in Ungarn oder Rumänien sehen.

00:05:30: Wenn da ein einzelnes Kraftwerk ausfällt sind plötzlich twenty-fünf bis fünfzig Prozent der nationalen Stromerzeugungskapazitäten weg und das ist natürlich ein großes Klumpenrisiko.

00:05:41: mit dezentralerer Erzeugung lässt sich dieses Risiko

00:05:45: Also da.

00:05:45: deinem großen Kraftwerk, das wenn es ausfällt dann halt ausgefallen ist mit einem großen Risiko habe ich mehrere kleine Anlagen regional sowie die Drachten ja auch einmal waren.

00:05:57: Genau so ist es.

00:06:00: Du sagst die Technologien sind da.

00:06:03: was fehlt jetzt zu?

00:06:04: quasi noch dass wir die Technologie in die Umsetzung bringen?

00:06:10: Sicherlich Zeit.

00:06:13: Das ist etwas, das nicht von heute auf morgen geht und deswegen auch wichtiger Punkt.

00:06:19: Ob jetzt es ist, dass wir uns noch länger begleiten.

00:06:23: Natürlich müssen wir an Geschwindigkeit zulegen um da in die Umsetzung zu kommen.

00:06:28: Es fehlt immer wieder natürlich auch ein rechtliche Rahmen der sich auch wiederum verändern muss mit den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.

00:06:41: Wir haben auch in der Regulatorik wahrscheinlich so Transformationsphasen.

00:06:46: Wir hatten in den letzten zehn Jahren eine Phase, wo wir schauen mussten um möglichst viel Stromerzeugungskapazitäten ins System zu bekommen.

00:06:56: Ja mit dem erneuerbaren Ausbaugesetz zum

00:06:58: Beispiel

00:06:59: genau und da haben wir ja jetzt wieder die Sache das ist die Werte, die dort eingetragen sind auch schon wieder überholt sind und angepasst werden müssen.

00:07:08: Das ist glaube ich das was du sagen wolltest oder?

00:07:11: Also es braucht eine Anpassung und eine Flexibilität der regulatorischen Rahmenbedingungen.

00:07:19: Genau also da muss man die Quadratöre des Kreises schaffen einerseits Kontinuität und langfristige Orientierung zu bieten und auch Investitionssicherheit zu kommen.

00:07:28: Ja aber dann doch wenn nachjustiert...

00:07:30: Aber nachjustieren.

00:07:32: Und was noch wichtig ist, dass wir jetzt sage ich mal einen Reifegrad zunehmen.

00:07:39: Es weiterhin darum gehen wird möglichst viele Erzeugungskapazitäten ins System zu bringen aber dann auch die Frage wie sie integriert werden das es heute nicht ausreicht und zur Tagesmitte Massen an Photovoltaikstrom ins Netz zu knallen, sondern es ist wichtig, dass das netzverträglich funktioniert.

00:08:01: Dass wir diese Strommengen aufheben für Abend- und Nachtstunden zwischen Speichern in Batteriespeichern besser auch dezentral verbrauchen, um überregionale Netze zu entlasten.

00:08:12: Also dieser Punkt der dann auch wichtig ist und verknüpft wird mit der Digitalisierung und der stärkeren Flexibilisierung im Stromsystem ist ein ganz wichtiger den wir jetzt in den nächsten Jahren.

00:08:24: Wie kriege ich da die Menschen damit in die Energiewende?

00:08:32: ich mal angenommen, wenn ich wohne am Land und hab mein Haus mit Photovoltaikanlage.

00:08:39: Idealerweise auch einem Elektroauto.

00:08:41: Wie sieht das dann aus im Idealfall?

00:08:45: Also im Idealfall sieht es genauso aus wie heute vorne.

00:08:51: Ich glaube, es ist nur einen Bruchteil der Menschen zuzumuten.

00:08:56: Dass sie sich tatsächlich tiefgehend auseinandersetzen mit der Frage wann Sie genau in Ihre Energie verbrauchen?

00:09:06: Im Endeffekt geht's darum eine Art potentkindches Dorf aufzubauen.

00:09:11: Eine möglichst komfortable Fassade auch den Endkunden zu... zu bieten.

00:09:19: und im Hintergrund ändert sich aber ganz viel.

00:09:22: Da geht es um Automatisierung, da geht es darum Digitalisierung, Flexibilisierung um die Frage das waren genau die Batterie im Elektroautor dann aufgeladen wird wieder entladen wird weil sie gerade zur Netzstützung gebraucht wird.

00:09:37: all das ist ein hoch komplexes System dass den Menschen glaube ich nicht zuzumuten ist, aber das trotzdem notwendig ist um das Stromsystem in Zukunft effizient sauber und sicher zu gestalten.

00:09:52: Gutes

00:09:52: Heißigsteig also.

00:09:54: ich baue mir eine Vertwollteiganlage mit einem Speicher und einem Elektroauto – das ist quasi mein ideales Haus der Zukunft – und mit einem ich nehme mal an Energiemanagement System dass im Hintergrund alles zusammenfügt.

00:10:11: Die Waschmaschine mit dem Geschirrspüler, ein bisschen Verhaltensveränderung wird es wahrscheinlich schon auch geben weil Wäsche waschen ist ein sehr äh Thema sag ich mal.

00:10:22: Ich vergesse regelmäßig die Wasch-Maschine ist schon gelaufen und dann muss sich sie noch einmal einschalten.

00:10:30: Also ein bisschen Verhaltensveränderung schon, aber ich weiß das.

00:10:32: du meinst dass es im Hintergrund einfach das System automatisiert basierend darauf abgestimmt wird.

00:10:39: Genau beziehungsweise gibt's mit Wärmepumpen und Elektroautos in Kombination mit industriellen Anwendungen sind das die großen Hebeln mit denen man sehr viel bewegen kann.

00:10:51: Die Waschmaschine der Geschirrspüler geht dann im Großen ist natürlich ein Beiwerk.

00:10:59: Ganz kurz die Verkehrswende, weil wir das schon so bisschen angesprochen haben.

00:11:06: Elektrifizierung wie viel Energie kann man denn da einsparen?

00:11:10: und wie sieht's die Mobilität der Zukunft aus?

00:11:14: jetzt nicht nur im Individualverkehr sondern auch im Güterverkehr und in der Luftfahrt?

00:11:18: Also der Verkehrssektor ist sicher der Sektor sich am stärksten verändern wird, nicht weil wir weniger mobil sein werden.

00:11:28: Wir gehen auch in unserem Szenario davon aus natürlich dass es Bevölkerungswachstum geben wird, dass es Wirtschaftswachstums geben wird beides Treiber die dafür sorgen das die Mobilitätsleistung insgesamt steigt.

00:11:44: im Individualverkehr gehen wir davon aus dass sich die PKW Kilometer die Gefahren trotzdem relativ stabil halten, weil es einen Wechsel gibt auf öffentliche Verkehrsmittel, auf Züge auch auf aktive Mobilität einerseits.

00:12:03: Aber das ist eine sehr starke Elektrifizierung wie du sagst des heute PKW dominierten Markts gibt natürlich auch bei LKW dass der Fall sein wird.

00:12:17: wir verbrauchen gut neunzig Terrawahrstunden Energie im Verkehrssektor.

00:12:24: Wie

00:12:24: viel ist das so in Relation?

00:12:26: Das ist ein gutes Drittel unseres gesamten Energieverbrauchs.

00:12:31: D.h.,

00:12:31: hier könnte man sehr viel einsparen?

00:12:34: Absolut!

00:12:37: Zweiter Punkt, der dazu kommt Gut Neunzig Prozent dieser Energie die wir im Verkehrssektor einsetzen ist importiert.

00:12:47: Das ist Kerosin, Benzin, Diesel, Dinge die wir importieren müssen.

00:12:53: Die natürlich auch mit den entsprechenden geopolitischen Risiken einhergehen.

00:12:57: Wir haben im Verkehrssektor heute schon ein bisschen Biofuels, die wir selbst erzeugen.

00:13:03: Wir haben Strom, denen wir selbst da zeigen aber der Großteil ist importiert Wenn wir wechseln auf eine sehr stark elektrifizierte Mobilität Elektroautos, Elektro-Lkw Züge, in Teilbereichen das Lastenrad.

00:13:22: Ja, ich bin mit dem Lastenrat da!

00:13:24: Sehr schön ja.

00:13:25: Elektrisch?

00:13:27: In der Kurzstrecke und innerstadt ist natürlich eine super Option.

00:13:32: dann heißt dass wir viel weniger Energie verbrauchen dasselbe mit weniger energieeinsatz leisten können.

00:13:39: einerseits Wie viel

00:13:40: weniger ist das also?

00:13:41: Also in unserem Szenario Pkw-Bestand elektrifiziert von ca.

00:13:49: Achtzig Prozent ausgeht, gehen wir davon aus dass wir den Energieverbrauch im gesamten Transportsektor auf ein Drittel reduzieren

00:13:57: können?

00:13:57: Ja gut das heißt also...

00:13:59: Das heißt gut dreißig Terrawadstummen.

00:14:02: Stadt was hast du gemeint?

00:14:03: Stadt

00:14:03: Gut Neunzig.

00:14:04: Ja gut also Dreißig statt neunzig.

00:14:07: wenn es jetzt verbliedlich ist so eine Schokoladendafel wo ich bisher die in den vollen Riegel hatte und dann brauche ich nachher nur noch

00:14:17: zwei oder drei Rippen.

00:14:19: Genau, aber man hat ...

00:14:22: Und

00:14:23: es ist so wie seitlich die

00:14:24: ganze gegessen.

00:14:25: Das ist eine sehr effiziente Schokolade!

00:14:27: Die dunkle

00:14:28: Schokolad!

00:14:30: Und wir müssen nicht mehr diese Schokolade importieren, sondern können sie selbst erzeugen.

00:14:35: Das ist der zweite große positive Effekt meiner Meinung nach der Elektrifizierung, dass wir wechseln auf einen Energieträger den wir selbst erzeugen können, den wir sogar zu Hause am eigenen Dach erzeugt.

00:14:47: und das ist glaube ich schon ein richtig gutes Argument dass halt auch neben vielen anderen Dingen für ein Elektroautor spricht, wenn man das einfach zu Hause dann selbst betanken kann.

00:15:00: Ja

00:15:00: vielleicht wäre das Beispiel nicht so gut gewählt, vielleicht ist es besser Marillen die ich jetzt importiere und im Supermarkt einkaufe als wo auch immer auf der Welt.

00:15:10: und in den Jahr zwanzig vierzig habe ich dann meinen eigenen Garten aus dem ich sie ernte und sie einkoche.

00:15:18: zur Marmelade.

00:15:20: Es ist auch nicht das Ziel eine Autarkie zu erreichen.

00:15:24: Es geht nicht darum, wir nassen die Rollläden runter.

00:15:29: Austausch wird nach wie vor wichtig sein.

00:15:32: Obwohl das Energiesystem viel kleinerteiliger dezentraler wird, ist dieser überregionale Austausche dann trotzdem Gewinn der Anbetreutung.

00:15:41: es wichtig, dass wir gemeinsam in Europa Strommengen aus dem Norden und den windstarken Regionen nutzen.

00:15:49: können, wenn es ja viel Wind da ist oder Sonnenstrom aus dem Süden.

00:15:53: Also dieser überregionale Austausch braucht natürlich eine starke Netze und ist wichtig um das ganze System auch sicher

00:16:00: zu machen.

00:16:00: Ja beim Obst- und Gemüseanbau zu bleiben haben wir dann auch eine Marillenbaumbeckspässe in der Wachau.

00:16:07: dafür habe ich irgendwo anders besser den Getreide anbauen?

00:16:12: Oder die Tomaten als Südspanien auch wenn sie oftmals nicht so gut schmecken aber bei Strom wurscht.

00:16:19: Das ist eine komodische... Schmeckt alles gleich!

00:16:25: Vielleicht jetzt noch ganz kurz der Güterverkehr, weil du schon das Thema angeschnitten hast.

00:16:30: die Tomaten aus Spanien oder schon einmal ausgerechnet auf der Uni.

00:16:35: was ist umweltfreundlicher verpackt und in Dose oder in Papier.

00:16:43: wie werden unsere Güter in Zukunft transportiert?

00:16:48: Die alte Geschichte vermehrt auch auf China, allerdings wissen wir auch dass das seine Grenzen hat.

00:16:57: Natürlich so wie heute auch über einen großen Schiffstransport der Welt umspannen funktioniert.

00:17:06: Allerdings in einer Welt wo wir weniger Öl, LNG oder Kohle brauchen fällt auch ein Viertel des globalen Schiffstransports als weg für diese Güter, weil das aktuell so einen großen Anteil auch hat.

00:17:22: Warum?

00:17:22: Das verstehe ich nicht ganz.

00:17:23: warum!

00:17:24: Fällt das weg?

00:17:25: Naja, wenn wir kein Öl mehr importieren müssen dann fällt auch der Schiffsverkehr weg um dieses Öl aus dem kärzischen Golf nach Europa zu bringen.

00:17:35: Ah so!

00:17:35: Einfach der Energietransport hat

00:17:37: auch... Der Energieverbrauch des Transports

00:17:40: ist... Daran habe ich noch nie gedacht dass das ja auch... Das heißt ein

00:17:43: Riesenanteil am heute globalen Schiffs-Verkehr.

00:17:46: Gut,

00:17:46: das heißt also die importierte Energie verursacht auch noch mal Emissionen durch den Import der Energie.

00:17:56: Und er fällt weg, weil ich

00:17:58: nicht mehr importiere,

00:17:59: sondern ...

00:18:00: Genau.

00:18:00: Das heißt halt selber hätten wir beim Erdgas, wir importieren heute LNG aus den USA das erstens dort sehr hohe Methanemissionen verursachen und andererseits dann einen hohen Energieverbrauch hat um nach Europa zu kommen.

00:18:15: Das heisst über den ganzen Lebenszyklus ist es um ein vielfaches schädlich als wenn man beispielsweise Erdgas in Österreich produzieren würde, aber um beim Güterverkehr zu bleiben also Maschine und auch im Lkw-Bereich wird es eine starke Elektrifizierung geben.

00:18:36: Wir gehen in unserem Szenario davon aus, dass auch Wasserstoff einen großen Anteil im Schwerverkehr haben wird.

00:18:43: Aber wir sehen jetzt eigentlich von Monat zu Monat das da die Erwartungen eigentlich geringer werden und die batterieelektrische Lkw-Mobilität auch immer mehr leistet mit technologischem Fortschritt, mit stärkeren Leistungstichten vom Batterien, mit kürzeren Ladedauern – auch der Case für den Schwervorkehr, da immer interessanter wird!

00:19:06: Das heißt Wasserstoff bleibt dann für die Industrie.

00:19:09: Das hat ja auch ein Vorteil, wenn ich nicht alles in den Verkehr stecke, dann habe ich mehr für andere Sektoren.

00:19:16: Was mache ich mit der Luftfahrt?

00:19:20: Auch da hat es in den letzten Tagen wieder interessante Meldungen gegeben von neuen Prototypen, zwar sehr am Beginn der Entwicklungstufe vom Batterie-Elektrischen Anwendung, die schon zwei Hundert Kilometer fliegen.

00:19:36: Also

00:19:36: ja genau das habe ich heute noch früh gelesen auch ein kleines Miniflugzeug.

00:19:40: aber meines Wissens ist es so dass man mit der Batterie aufgrund Also man wird sie nie so leicht bekommen wie jetzt Kerosin.

00:19:53: Die Leistungstichte von Kerosine ist natürlich unschlagbar, nie würde ich nichts sagen weil es natürlich doch den technologischen Fortschritt noch gibt.

00:20:02: und wir vor fünf bis zehn Jahren bei der LKW-Mobilität auch gesagt haben, da kommen wir nie hin mit Batterien und heute schaut die Welt anders aus.

00:20:11: aber natürlich Flugverkehrwirt natürlich Kerosin dominiert und wird auch in unserem Szenario, der Zwei-Tritteln von fossilen Kerosinen dominiert sein.

00:20:27: Da gibt es dann biogene Alternativen Biofuels die man nutzen kann, auch synthetisch auf wasserstoffbasierende Fluggetreibstoffe, die man nutzen kann.

00:20:40: Da wird es noch länger nicht elektrifiziert

00:20:43: sein.

00:20:43: Was braucht's dafür?

00:20:46: Dass wir die Luftfahrt jetzt mal aufrichtig und ernsthaft dekarbonisieren?

00:20:56: Also wenn man es aufrichtig und ernsthaft kommunizieren will, eine hohe Zahlungsbereitschaft.

00:21:02: Fürs Fliegen?

00:21:04: Diese teureren Flugtreibstoffe zu zahlen oder CCS zu zahlen um die fossilen Emissionen die da entstehen zu kompensieren.

00:21:18: also ich glaube das ist ein Themengebiet, wo es noch länger dauern wird einfach.

00:21:23: Ja, wobei halt.

00:21:25: also ich sage jetzt mal wenn wir ehrlich ist billig fliegen so wie wir das heute kennen wird sich dann dekarbonisiert wahrscheinlich nicht mehr ausgehen.

00:21:34: So man die Warenkosten verrechnet nicht.

00:21:39: Gut, die Wärme wende.

00:21:42: ein großes Thema noch.

00:21:44: Der Wärmemix der Zukunft – der Wärmesektor verursacht auch noch extreme Emissionen.

00:21:51: Wir sind hier beim Umbau erst am Anfang.

00:21:54: Wie sieht die Zukunft aus?

00:21:56: Und wie kommen wir dorthin?

00:21:59: Immer der Wermesektor ist deswegen interessant weil vor dem Verkehr der größte Sektor ist, beziehungsweise mehr als die Hälfte des gesamten Endverbrauchs an Energie für Wärme aufgewendet wird.

00:22:14: Da ist zum einen die Raumwärme und das Warmwasser zum Beheizen der Gebäude und zum anderen die Prozesswärmung in der Industrie, die heute auch noch sehr stark auf Erdgas passiert.

00:22:27: Also

00:22:29: ganz kurz, das heißt hier liegen nicht nur die größten Emissionen sondern hier liegt auch der größte Hebel eigentlich?

00:22:36: Also wenn wir hier was machen, dann haben wir recht schnell

00:22:40: viel geschafft.

00:22:41: Genau!

00:22:42: Da muss man ein bisschen differenzieren zwischen dem Raumwärmesektor und der Prozesswärme.

00:22:46: Die Elektrifizierung, das heißt die stärkere Nutzung von Wärmepumpen kann hier im Bereich der Raumwärke einiges abdecken.

00:22:56: Im Bereich der industriellen Wärme kommen wir zwar schon auf Hundertfünfzig, zweihundert Grad können.

00:23:01: Dampferzeug mit Wärmpumpen sind da aber für bestimmte industrielle Anwendungen noch doch weiter weg von der Praktikabilität.

00:23:10: es gibt auch direkt elektrische Verfahren, wie beispielsweise der Elektro-Lichtbogenofen bei der Fürst-Alpina, die ja im Betrieb zum Schmelzen von Stahl geht.

00:23:21: Da geht es schon um einige tausend Grad.

00:23:25: Allerdings gibt's im Industriebereich immer noch ... Anwendungen, wo es entweder Gas braucht oder andere molekularbasierte Energieträger wie Biomasse.

00:23:39: Biomasse ist ein Thema das wir heute noch gar nicht angesprochen haben, ist aber aktuell der größte erneuerbare Energietraeger und ist auch der Energietreger den wir vollständig in Österreich produzieren können bilanziell also auch schon als eigener Kraft sehr viel bereitstellen können und der spielt in der Wärme natürlich eine große Rolle.

00:24:02: Ob jetzt für die Raumwärme, in Naherwärmenetzen wie es heute schon sehr oft

00:24:07: gibt?

00:24:08: Genau!

00:24:09: Genau.

00:24:11: Oder auch die dezentralen Feuerungsanlagen, Pellets Kessel... Hackschnitzel Heizungen.

00:24:20: Auch das wird es in ein zwei Jahrzehnten noch immer geben und wird in Österreich ein wichtiger Faktor sein.

00:24:28: Und auch in der Industrie natürlich in holznahen Industriezweigen, die das heute schon sehr stark einsetzen wie Sägeindustrie, Papierindustrie spielt Bioenergie eine große Rolle.

00:24:43: Aber auch in heute gasversorgten Industriezweigen, wo Biomethane dann auch eine Alternative wäre die erneuerbar ist und selbst erzeugt werden kann.

00:24:59: Wie ist das mit dieser Holzzuwachsrate?

00:25:03: Also geht sich das auch aus.

00:25:06: Also ich sage jetzt einmal ein Baum, wissen wir alle braucht eine Zeit bis er gewachsen ist und das dauert.

00:25:15: Haben wir wirklich so große Potenziale?

00:25:17: Und einen Punkt Waldbrände...

00:25:21: Ja.

00:25:22: Also ich glaube, das ist ein Thema, dass von sehr stark großer Veränderung dominiert ist wo man jetzt auch noch keine abschließenden Aussagen treffen kann wie sich das entwickeln wird.

00:25:35: weil du wieder sagst wir haben Schädlinge, Borkenkäfer die große Waldbestände vernichten Wir haben Waldbrände die mit einem Schlag sehr grosse Bestände vernachten Das heißt oder Sturm extrem Wetter die dafür sorgen, dass dann große Mengen an Holz anfangen und mit denen Musiken das passieren.

00:26:00: Per Gesetz ist es in Österreich so, dass es eine nachhaltige Forstwirtschaft geben muss.

00:26:07: Das heißt nur da's entnommen wird aus dem Bestand was sie ehrlich auch nachwächst.

00:26:13: also So ist der aktuelle Stand, dass von äußeren Einflussen sehr stark verändert wird.

00:26:24: Ist auch klar!

00:26:26: Nichtsdestotrotz – ich denke mal es gibt in Österreich schon eine breite Anwendung an Bioenergie.

00:26:33: Die Bio-Energie ist wichtig um Importe zu reduzieren und ist auch etwas das wir selbst erzeugen können.

00:26:40: als waldreiches Land Denkt man.

00:26:44: es ist auch im Interesse Österreichs, dass das weiterhin der Fall ist.

00:26:49: Wenngleich?

00:26:50: Das natürlich nachhaltig und innerhalb der Potenzialgrenzen die wir haben passieren muss.

00:26:57: Wobei es halt also... Es gibt Risikofaktoren, die mit dem Klimawandel einhergehen eben wie Borkenkäfer oder...

00:27:05: Absolut!

00:27:06: Weil, also die Fichten Monokulturen sind halt jetzt vor siebzig Jahren gepflanzt worden und in der Forstwirtschaft gibt es auch einen oder gibt es ein Umdenken hin zu anderen Bewirtschaftungsformen.

00:27:21: Und dann gibt's immer noch, sag ich mal, die Konkurrenz zu... so einem Holzdisch.

00:27:26: Also ich kann es einmal verbrennen im Ofen oder ich mache ein Möbelstück daraus, dass sich die Lederhose dann halt auch längere Zeit nutzen kann.

00:27:35: Obwohl's da natürlich die kaskadische Nutzung wichtig ist also die stoffliche Nutzungen, die energetische Nussung von Reststoffen und Segespäne und dergleichen dann nicht ausschließt.

00:27:47: Hast du einen Beispiel für die Wärmewände?

00:27:52: Beispiele gibt es schon viele, ob jetzt in der Industrie oder auch im Raumwärmepereich.

00:27:57: Eins habe ich mir gestern angeschaut und zwar eine Ikrone der Wiener Stadtentwicklung die Wohnblöcke.

00:28:05: Alt-Erla kennt wahrscheinlich jeder.

00:28:08: Die werden aktuell gerade dekarbonisiert und gebaut Gibt eine thermische Sanierung einerseits Und die Umstellung von heute Gasversorgten Wohnungen auf Erdwärme werden Sonntengebohrt, dort am Areal.

00:28:24: Und ich finde das ist ein wunderbares Beispiel was das bedeutet diese Wärme wendet dass es möglich ist und das man auch solche riesen Komplexe umbauen kann.

00:28:35: Man hat wohl einen neuntausend Menschen, das ist im Endeffekt eine Stadt in der Stadt.

00:28:40: Man verbraucht dort heute forty-one Gigawattstunden Erdgas pro Jahr um die Wärmeperei zu stellen.

00:28:48: nach diesem ganzen Umbau sind sie nun mal neun.

00:28:51: Ja, also von vierzig auf neun ist einfach ein unfassbarer Energieeinsparung.

00:28:59: Elektroeffizienz, Elektrifizierung, Energieeffizience und das ist ein wunderbares Beispiel des auch zeigt wo es geht.

00:29:11: bleiben der Lebensqualität, weil die haben einen Pool am Dach Blick über Wien.

00:29:16: Bei gleichbleibender Lebensqualitet und das ist auch eine Garantie, die Träger dort den Bewohnern gegenüber ausspricht bei gleichbleibenen Kosten.

00:29:25: Das heißt trotz hoher Investitionskosten das ganze is nur mit Förderungen darstellbar ja Aber es kann die Garantie abgegeben werden, dass es nicht teurer wird für die Bewohner und Bewohnerin.

00:29:37: Das

00:29:37: heißt der Energiepreis bleibt für die Gewohner gleich.

00:29:42: ein Contractor-Modell?

00:29:45: Wie das genau funktioniert weiß ich nicht aber ja... Es ist technisch organisatorisch möglich wenn man's durchzieht.

00:29:55: Wir sind schon am Ende unseres Gesprächs angekommen.

00:29:59: Genau, was meinst du sind die drei wichtigsten Hebel um die Transformation des österreichischen Energiesystemes deutlich zu beschleunigen?

00:30:12: Nummer eins, Elektrifizierungsturboeinschalten.

00:30:17: Dazu zählt natürlich auch dass man Stromerzeugungskapazitäten aufbringt flexibler gestaltet digital macht netze ertüchtigt.

00:30:29: das ist die elektrifizierungen voranschieben.

00:30:33: Punkt zwei doch dann auch jene bereiche Beachten, wo man mit Elektrifizierung nicht kommt.

00:30:42: Das heißt sich Alternativen für eine gasversorgte Zukunft zu überlegen Wasserstoff, Biometharen Flüssige voranzutreiben Bioenergie nachhaltig umzubauen so dass wir da innerhalb der Grenze bleiben.

00:31:03: Da ist ein wichtiger Punkt auch.

00:31:05: und der dritte Punkt schwierigste punkt wahrscheinlich die menschen davon zu überzeugen dass sie da mitspielen.

00:31:16: das braucht natürlich akzeptanz.

00:31:18: wenn wir Uns die Energieversorgung wieder stärker zurückholen, näher an uns heran holen.

00:31:23: Weil wir sie durch importe Energieträger eintauschen wollen, dann heißt es auch das Nähern uns herrann rückt dass es sichtbarer wird wenn wir aus dem Fenster schauen Windräder Stromleitungen Batteriekontäner sehen werden und dass das ein wichtiger Punkt ist um unser Leben in Zukunft abzusichern unsere neue Komfortzone zu schaffen.

00:31:48: Dafür braucht es politisches Commitment von Bürgermeistern, von Landespolitikern natürlich auch von der Bundesebene.

00:31:56: Da braucht's auch von Unternehmen die in Regionen eine große Rolle spielen das Bekenntnis dafür dass dieser Umbau stattfinden muss um auch die Produktionsbedingungen attraktiv zu halten.

00:32:08: Ja

00:32:08: wobei es da eben halt auch wieder wie diverse stabile Rahmenbedingung braucht für die Unternehmen weil wenn ich investiere dann muss das abgesichert sein.

00:32:21: Um wieder abzuschließen mit der Dracht, die Leute gehen gerne auf den Kirt gefeiern singen Lieder.

00:32:28: Findest du nicht dass es auch irgendwie für die Energiewende so ein positives Framing sein könnte?

00:32:33: Sollten wir dich doch irgendwie so einen Energiewendelschlager...

00:32:38: Also wirft die KI an!

00:32:40: Die kann sich ja was machen.

00:32:41: Ja also das ähm..ja

00:32:48: Abschließende

00:32:48: Frage.

00:32:50: Wäre ich ein Möbelstück, dann wäre ich ein... Hast du schon eine Antwort gefunden?

00:32:55: Dann wäre ich keine Lampe aus den Siebzigern Sondern ein Schaukelstuhl.

00:33:04: Ich sitze gerne länger Bin aber doch immer

00:33:09: in Bewegung!

00:33:12: Vielen Dank, Christoph für das schöne Gespräch und liebe Zuhörerinnen.

00:33:16: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:33:18: Danke dir!

00:33:20: Eventtipp zu Energiegemeinschaften – Das LWG erwacht zum Leben und eröffnet neue Möglichkeiten.

00:33:26: Wie aus Paragrafen Praxis wird Und was es dabei zur berücksichtigen gilt erfahren Sie am dreißigsten September von ExpertInnen aus Ministerium, E-Kontroll und Energiewirtschaft.

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