Sommergespräch 02 - Marktdesign
Shownotes
Wie sieht das Marktdesign der Energiezukunft aus?
Das Energiesystem verändert sich grundlegend: Millionen Menschen erzeugen selbst Strom, speisen ihn ins Netz ein und werden zu aktiven Teilnehmern des Marktes. Doch welche Regeln braucht dieses neue System?
In diesem Sommergespräch spricht Angelika Kabrt mit Herwig Hauenschild, Geschäftsführer der Energieallianz Austria, darüber, warum das bisherige Marktdesign an seine Grenzen stößt, welche Herausforderungen das neue lösen muss und welche Rolle Prosumer, dynamische Tarife, Fixpreise und Energielieferanten künftig spielen.
Dieses Gespräch wurde am 10.7.2026 aufgezeichnet und ist als Video abrufbar unter https://youtu.be/xW-xapkp5ck
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen bei Gegenstrom, dem Podcast zur Energiewende.
00:00:08: Wissen, Klarheit, Orientierung in allen Themen rund um die Energiewirtschaft in Österreich!
00:00:15: Ich bin Angelika Kaabrit und das sind die Sommergespräche-Zweitausendsechsundzwanzig.
00:00:25: Herzlich willkommen zu den Sommergesprüchen-Zweitausendzechsund zwanzig!
00:00:29: Wir haben heute das Thema Marktdesign – ich darf meinen Gast herzlich begrüßen, Herwig Hauenschild Geschäftsführer von der Energieallianz.
00:00:37: Herzlich willkommen!
00:00:40: Herr Wick, wie muss denn das Marktdesign der Zukunft aussehen?
00:00:44: Was haben wir vielleicht schon und welche Regelungen sollten in Zukunft noch dazukommen damit wir die Energie-Zukunft gut bestreiten können?
00:00:54: Zunächst einmal von mir vielen Dank für die Einladung zu diesem Gespräch.
00:00:59: Ich freue mich, dass ich als einer der Geschäftsführer der Energieallernz auch jetzt aus Sicht eines Energielieferanten des größten Energieleverranten Österreiches zu den Fragen rund um die Energiezukunft Stellung nehmen darf.
00:01:14: Ich glaube das in den letzten Jahren sehr viel hier passiert ist – die Energie, der Stromwirtschaft ist in ein gewisser Weise aus einem Schatten da sein herausgetreten durch die Krisen, zwanzig, zweiundzwanzig und die Jahre danach.
00:01:33: Und auch heuer wieder sind Dinge bewusst geworden, Zusammenhänge, Mechanismen bewusst geworden, die dazu führen dass sich viele Menschen Gedanken über die Stromversorgung, über die Versorgung mit Erdgas, über den Energiezukunft machen.
00:01:52: Das mag das sein ist da natürlich der Dreh- und Angelpunkt, um tatsächlich auch in der Energiezukunft anzukommen.
00:02:01: Das Marktdesign war bis zum LWG das im letzten Winter beschlossen worden ist ein Marktdesigntes sehr stark ausgerichtet war an den Grundgedanken der Liberalisierung.
00:02:17: es ging eigentlich in erster Linie darum wie bringt man die Energiewirtschaft aus einem alten Monopolmarkt in einen neuen liberalisierten Markt.
00:02:30: Und in der Zwischenzeit ist eben dann sehr viel passiert, insbesondere in den letzten Jahren durch den Photovoltaikausbau, durch den Ausbauter neuer Bahn – das heißt, die Energievirtschaft hat sich wegentwickelt von einer Energiewirtschaft, die ausgerichtet ist auf wenige große Erzeuger, Verbraucherinnen und Verbrauchern bringt hin zu einem System, das auch Prozioma kennt.
00:02:59: Wo die Kundinnen und Kunden selbst auch Energie erzeugen.
00:03:05: Und damit ist der System zu ganz neuen Belastungen, zur ganz neuen Herausforderung, auch zu ganz neue Chancen gekommen.
00:03:13: So muss es jetzt Magdi sein in der Zukunft auch ausschauen.
00:03:16: Es muss ein Magdi-Sein sein, dass diese neuen physikalischen Herausforderungen, diese neuen Herausforderungen durch die Energieerzeugung abbildet in den Verträgen und im Design.
00:03:31: Und um das konkret zu sagen zum Beispiel der System der Netzeentgelte war ausgerichtet darauf dass derjenige der Energie entnimmt für die Name ein Netze-Entgeld bezahlt gab es keine Netzeentgeltbelastung.
00:03:55: Jetzt sind natürlich viele Posiumerwandern sozusagen die Selbstoptimierer, die gesagt haben naja gut also wenn ich möglichst viel selbst verbrauche von der Energie dann habe ich dich selbst erzeugen was eigentlich etwas Gutes ist und wenn ich dann sehr viel einspeise dann bekomme ich sozusagen für das Einspeisen auch noch viel Geld haben aber eigentlich dafür, dass sie jetzt weniger bezogen haben und immer weniger Netzgebühren bezahlt.
00:04:25: Und diese niedrigeren Beiträge haben dann sozusagen die anderen Kundinnen und Kunden ausgleichen müssen, während gleichzeitig die Prosjuma für einen großen Teil des Netzausbaus verantwortlich waren.
00:04:41: Das heißt, die Gesamtkosten der Systems sind gestiegen.
00:04:47: Kundinnen und Kunden, die verantwortlich waren für einen Teil des zusätzlichen Ausbaus haben eigentlich zu den Kosten gar nichts beigetragen.
00:04:55: Und das sind Schiefstände, die man beseitigen muss, die das neue System beseitegen muss und wo wir uns jetzt auf einem Weg befinden um dieses neue Setup zu schaffen.
00:05:11: Sehr schön!
00:05:12: Also das heißt wir haben die Liberalisierung von Die Energie in einer Hand, sage ich jetzt einmal.
00:05:19: Aufgeteilt in die Energie in zwei Hände, also Energie- und Netzbetreiber.
00:05:24: Und jetzt sind wir soweit.
00:05:25: das wir alle machen mit.
00:05:28: Also jeder erzeugt selbst Energie, jeder speist selber ein, jeder bezieht immer noch Energie und der System so wie ich es verstanden habe muss ja... zu jeder Sekunde Energie liefern, auch dann.
00:05:43: Wenn ich jetzt meine Photovoltaikanlage in der Nacht nicht betreibe, dann brauche ich Reststrom und das macht das System so teuer.
00:05:52: würde ich jetzt einmal zusammenfassen ja weil es muss darauf ausgelegt sein dass es also hundert Prozent Versorgungssicherheit.
00:06:00: Wir haben jetzt das LWG.
00:06:01: Es ist ein halbes Jahr alt.
00:06:05: Wie ziehst du Bilanz?
00:06:06: Was meinst du, was ist gut gelaufen?
00:06:09: oder wo siehst du schon irgendwie so erste Probleme auftauchen.
00:06:14: Es sind ganz viele wichtige Weichenstellungen getroffen worden.
00:06:19: also zum Beispiel wir kommen endlich in der Zukunft an was die Kommunikation angeht.
00:06:24: Die Standardkommunikation ist elektronisch.
00:06:28: wenn die Kundinnen und Kunden nicht widersprechen kommunizieren wir mit Ihnen auf elektronischem Wegerstandard und können auf die Art und Weise schnell viele Informationen, passende Informationen kommunizier'n.
00:06:43: Da kommen wir dann auch zum Beispiel in das Thema Monatsrechnung.
00:06:47: Die Monats-Rechnung ist nicht Standardfall aber einer ein gleichwertiger Fall wie die Jahresabrechnungen.
00:06:54: Auch da kommen wir einen großen Schritt weiter.
00:06:57: Ganz ein wichtiger Punkt, der im LWG adressiert ist sind die Viertelstundenwerte.
00:07:02: Die Erfassung von Viertellstundenwerten und die Übermittlung von Viertelsstundenwerten als Standardfall.
00:07:10: Das wird gerade ausgerollt – das ist noch nicht ganz am Ende – aber das bringt uns in die Energiezukunft weil eben permanent erzeugt wird und wir ganz genau wissen müssen wie viel es gerade im Netz ist.
00:07:26: Das LWB bringt uns auch sehr viel Rechtssicherheit.
00:07:29: Wir haben viele Jahre uns damit beschäftigt, Preisänderungen in irgendeiner Weise zu rechtfertigen ständig neue rechtliche Anforderungen bekommen, Rechtstreitigkeiten gegen Organisationen die daraus ein Geschäft gemacht haben und jetzt ist ähnlich ein gesetzliches Preisenderungsrecht im Gesetz verankert.
00:07:55: so könnte man fortsetzen jetzt hier auf den Weg gebracht worden sind, sind eben gerade in der Ausarbeitung.
00:08:04: Sozusagen erstes Fazit.
00:08:07: Manches sieht man schon.
00:08:09: toll war zum Beispiel auch dieser Snap der Sommer-Niederarbeitspreis.
00:08:17: Warst du schon um zehn Uhr Wäsche, Geschirrspüler?
00:08:22: Alles von zehn bis sechzehn Uhr.
00:08:25: und Da sieht man, hier passt schon das System sich an die Erzeugung an.
00:08:31: Weil wir sehen im Sommer schon fast vierhundert negative Stunden.
00:08:37: Das heißt Preise, die sozusagen tagsüber negativ sind.
00:08:42: und genau in diese Zeit auch den Verbrauch zu legen ist ja grundvernünftig.
00:08:47: Und hier einen Anreiz zu schaffen um diesen Verbrauchs in dieser Zeit zu geben Genau das schafft das LWG und da sind wir jetzt eben genau auf dem richtigen Weg.
00:08:58: Machen das die Kunden auch schon?
00:09:00: Merkt ihr das irgendwie?
00:09:02: Also ich habe einen Monat gebraucht, bis ich es geschafft hab.
00:09:06: Das erste Mal den Kschierspüler nach zehn Uhr einzuschalten.
00:09:11: Im April im Mai war's schon besser.
00:09:13: So Juni würde ich sagen Profi!
00:09:16: Ich wasche nur noch zwischen zehn und sechzehn Uhr Wäsche und Kschierspüler und nur in Ausnahmefällen schalte ich das am Abend ein.
00:09:25: Aber gut, ich habe vielleicht auch einen anderen Bezug zur Energie als der Autonomalverbraucher.
00:09:32: Seht ihr das schon bei Euren Kundinnen und Kunden?
00:09:35: Ganz unterschiedlich!
00:09:36: So breit wie die Kundengruppen sind – so sehen wir es.
00:09:39: Es gibt Kundinnen- und Kunden, die sich damit beschäftigen.
00:09:43: Und es gibt andere, die sie sich damit noch nicht beschäftigen... Es gibt natürlich einen Mythos bei den Dingen….
00:09:52: Der Mythos ist dass man sich hier sozusagen große Geldsummen erspart.
00:09:57: Und das ist natürlich nicht richtig, also das heißt wir sind überall in einem Bereich wo wir dann im Millimeter Bereich sind.
00:10:06: Die Zeiten der großen Krise, zwei und zwanzig von mancher gesagt haben jetzt habe ich meine Photovoltaikanlage und ich hab eigentlich die.
00:10:15: jetzt in drei Jahren hat sich die schon amortisiert aufgrund dieser unglaublichen Preise und ich bin sozusagen jetzt hochweis.
00:10:23: diese Zeiten sind vorbei und das ist auch gut so.
00:10:27: Das Thema ist dass wir natürlich hier darüber sprechen, dass man sich einen Send pro Kilowatt Stunde zum Beispiel erspart auf der Netzseite.
00:10:37: Wir haben auch Tarife, die sich genau damit beschäftigen dass man in dieser Zeit einen billigeren Preis bekommt.
00:10:45: dann kann ich auf die Art und Weise meinen Gesamtvolumen an Kosten dämpfen.
00:10:52: vielleicht kann ich aus der Art undweise im Jahresverlauf auch einen dreistelligen Betrag einsparen.
00:10:59: Aber es ist nicht der Regelfall, dass man hier dann gleich vierstellige Beträge einspart und das bringt eben ein Stück Realität in das System.
00:11:13: Ja aber wir sehen natürlich, dass sich die Kunden mit den Themen beschäftigen.
00:11:18: Aber nicht alle
00:11:19: sind denn
00:11:20: sparefroh?
00:11:22: Es gibt eine gewisse Anpivalenz auch in der öffentlichen Meinung und auch in Politik.
00:11:28: Da denke ich schon, dass wir einen insgesamten Schulterschluss machen müssten und eine gewisse Klarheit in der Kommunikation.
00:11:39: Ich erinnere mich an den Aufschrei im Herbst, wie es geheißen hat das Gesetz soll nicht LWG oder irgendeinen neutralen Namen haben sondern das günstige Stromgesetz heißen.
00:11:54: Und dann war eine große Kommunikation in der Hinsicht.
00:11:58: dynamische Stromtarife sind also ein großer Hebel.
00:12:03: Dynamische Strom Tarife können helfen, Stromkosten zu sparen und mit dem günstiger Stromgesetz wird es jetzt billiger – das hat ja auch da in einer Zeit sogar Billigerstromgesetz gehalten!
00:12:14: Und jetzt wieder nicht.
00:12:16: Dann günstiger Strom gesetzt, aber da war sozusagen die Erzählung dynamische Tarife zu denen wir jetzt auch verpflichtet sind also auch das in der Neuigkeit im LWG.
00:12:27: Dynamische Tarif bringen eine große Ersparnis.
00:12:34: dann allerdings hat die öffentliche Meinung und insbesondere die Politik und auch Behörden aufrufe an die Kundinnen und Kunden gestartet Fixpreise abzuschließen, um auf die Art und Weise Stromkosten zu sparen im Hinblick auf die zu erwartenden Strompreissteigerungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran.
00:12:57: Und auch das war natürlich grundvernünftig so sagen schließt noch jetzt einen Fixpreistarif ab.
00:13:05: aber natürlich bringt dieser Aufruf zum Fixpreis Tarif, wieder dieses Einsparungspotenzial und diese Realität des dynamischen Betriffs unter Druck.
00:13:15: Weil dann natürlich wiederum kein Anreiz besteht für die Kundinnen und Kunden tatsächlich in den Stunden den Strom zu verbrauchen wo er besonders billig erzeugt wird.
00:13:25: Dann bleibt halt der Snap über dieses eine Scent.
00:13:28: aber diese dynamischen Tarife, diese Spot-Tarife das sehen wir noch keinen großen Boomer Markt sondern in Wahrheit wollen Neunundneinzig Prozent unserer Kontinenten und Kunden einen Preis, der möglichst fix ist.
00:13:44: Ja!
00:13:45: Also aus meiner Einkaufserfahrung kann ich das bestätigen.
00:13:47: Ich bin auch eine Fixpreiseinkäuferin mit möglichst wenig Variablen drinnen, weil man halt auch Planungssicherheit braucht jetzt.
00:13:56: Also sag ich mal wenn ich als Unternehmen monatlich eine andere Rechnung habe wie soll ich denn das budgetieren?
00:14:04: Ja also ich hab ja schon den Verbrauch als Variable.
00:14:07: dann kommt noch der Energiepreis als zweite Variable dazu.
00:14:12: Das Ganze ist in irgendwelchen großen ist eingetaktet, über Tausende Zielpunkte gestreut.
00:14:18: Das muss man dann schon noch einmal irgendwie
00:14:21: erklären.".
00:14:22: warum man jetzt im Monat so viel zahlt und im anderen Monat zuviel zahlt, was man sich dabei gedacht hat.
00:14:29: Aber wie geht's mit dieser, sag ich mal, Marktdiversität um?
00:14:34: Weil dann habt ihr den einen Kunden... Also wenn ich es mir optimal richten könnte, dann brauchte ich ja eigentlich im Sommer mache ich mal ein dynamischen Tarif und im Winter hätte ich gern an Fixpreis!
00:14:45: Ja das ist ein total interessantes Produkt.
00:14:48: wir arbeiten auch daran.
00:14:49: Wirklich?
00:14:51: auch selbst sehr, sehr schön.
00:14:54: Tatsächlich ist aber im Moment so dass die Nachfolge der Kunden und Kunden auf ganz Jahres Fixpreise gerichtet sind.
00:15:02: und ein Stück Realität ist natürlich das bei einer ganz Jahresdurchrechnung der Fixpreis billiger sein muss als wenn es nur ein Winterfixpreis ist weil die Erzeugung im Sommer ist günstiger als die Erzeugung im Winter.
00:15:21: Wir haben jetzt zum Beispiel im letzten Winter, im Osten Österreichs Wasser da besonders lang neblig und finster.
00:15:29: Ja!
00:15:29: Wir
00:15:29: erinnern uns alle an die Winterdepressionen.
00:15:34: Da hatten wir als Energiebeitrag von den PV-Anlagen drei Prozent insgesamt.
00:15:40: Also der Strombedarf wurde zu drei Prozent gedeckt aus der PV.
00:15:45: Österreich war ein Importland oder ist denn Import Land derzeit?
00:15:50: Und so ist einfach die Kalkulation im Winter auch eine andere.
00:15:56: Also das heißt, wenn ich einen reinen Winterfixpreis mache wird dieser reine Winterfikspreis höher sein als ein ganz jahres Fixpreis und das ist ein Stück Realität, das eben auch noch ankommen muss.
00:16:12: in der Hinsicht bin ich über das LVG auch froh weil das LWG nämlich auch sagt dass aktive Kunden nicht diskriminiert werden dürfen, aber nicht unsachlich diskriminieren dürfen.
00:16:26: Aber es ist klar, dass eben ein aktiver Kunde – ein Kunde der selbst erzeugt, selbst verbraucht, das ein aktiefer Kunde sehr viel von der günstigen Zeit sich selbst versorgt und die Stunden, die einen aktiven Kunde Energie bezieht, also eine Kunde, der selbst prosiuma ist, Kunde ist einfach dann insgesamt teurer und wir sprechen davon mehr als zehn Prozent, die in den Kosten höher sind.
00:17:00: bei einem Kunden der Selbstdach-Bosium weiß.
00:17:05: Der Strom ist ja, sag ich mal kommt für den Großteil bei Bevölkerung, kommt er noch aus der Steckdose?
00:17:11: Dann gibt's wieder andere!
00:17:14: Dann gibt es wieder andere, die beschäftigen sich sehr intensiv mit Energie.
00:17:19: Sie sind vielleicht in einer Energiegemeinschaft oder in mehreren und werden in Zukunft rauf-und runter Energie tauschen.
00:17:27: Also am Markt gibt es eine große Diskrepanz an Kunden auch was das Energiebewusstsein betrifft.
00:17:34: Gut durch die Krisen ist es jetzt sicher, dass irgendwie immer mehr in die Köpfe, dass man sich auch aktiver damit beschäftigen muss.
00:17:40: Aber wie siehst du den Kunden so in fünf Jahren oder in zehn Jahren?
00:17:45: Also wohin entwickeln wir uns?
00:17:47: Müssen alle dieses Energiebewusstsein haben oder geht das mehr in diese Richtung?
00:17:53: Dass man sagt der Kunde hat weiterhin den Strom aus der Steckdose.
00:17:59: Der Energielieferant wickelt alles im Hintergrund ab mit irgendeinem Smart Home oder was auch immer her?
00:18:06: Also da ist es natürlich eine spannende Frage, wie sich diese Dinge weiterentwickeln werden.
00:18:12: Wir sehen, wie gesagt, eine große Gruppe nach wie vor am Markt die tatsächlich einen Fixpreis wollen, die tatsächlich auch eine Jahresabrechnung haben wollen, sie tatsächlich auch einen Teilbetrag zahlen wollen und die dann in einer gewissen Weise davon ausgehen, dass sozusagen die Teilbeträge Und diese Jahresabbrechnung sich dann matchen und dann sagen, gut ich zahle einfach jedes Monat einen bestimmten Betrag unter dem Strich.
00:18:44: Sollte es mich möglichst wenig dankieren?
00:18:47: Wir sehen andere Kundinnen und Kunden die da einen ganz anderen Zugang haben, die sich damit spielen, die am Handy eine App haben wo sie sehen wie viel ihre Anlage gerade produziert.
00:19:01: Wir denken auch, dass es in diese Richtung weitergehen wird.
00:19:05: Es wird Kunden geben für die nach wie vor der Strom ungefähr eine Bedeutung hat wie das Wasser oder ein Bankkonto oder eine Versicherung wo man einfach diese Leistung hat aber sich nicht täglich damit beschäftigen möchte.
00:19:25: und es wird andere Kunden geben einfach hier Gemification haben wollen, die sich damit beschäftigen wollen.
00:19:34: Und unsere Aufgabe wird sein allen ein passendes Angebot zu geben.
00:19:40: und eine wichtige Frage ist natürlich eben jetzt die Impulsetzung durch die Politik.
00:19:50: Da nehmen wir halt schon eines wahr also es muss die Politik da muss der Öffentlichkeit in die Richtung einer gewissen Aufklärung auch tätig sein.
00:20:04: Wir hatten ja dann, zwanzig-zweiundzwanzig und in den Jahren danach eine permanente Diskussion – ich möchte es jetzt nicht fortsetzen aber über die Meritorder-, wo plötzlich sozusagen die Frage war ist das denn ein gutes System?
00:20:19: Und das waren natürlich lauter verkürzte Diskussionen weil nach einiger Beschäftigung hat man dann gesehen naja also eigentlich ist das jetzt das beste System, das wir derzeit haben.
00:20:32: Und wir haben auch genau die gleiche Diskussion.
00:20:34: dann also auch so ein Erlebnis wo man langsam Sicherheit über oder einen Wissen aufbaut hat eine Zeit gedauert um einmal zu verstehen dass die Energiefahrer sich auf lange Frist entdecken müssen mit Energie und deswegen es einen Unterschied macht ob ich heute die Energie fürs nächste Jahr kaufe oder ob ich sie heute für den nächsten Tag kaufe.
00:21:00: Und diese Impulse weiterzugeben, eine Zeit lang war jetzt die Rede davon.
00:21:06: der richtige Preis muss irgendwas Wunder um die Zähne sehen sein und das ist natürlich ein Problem für die Energie Zukunft.
00:21:14: sozusagen.
00:21:15: egal was passiert es darf nicht teurer sein als dass auch wenn die Einkaufskosten höher sind.
00:21:23: da sind wir durch etwas wo man weiterkommen werden in Richtung der Energiezukunft.
00:21:29: Aber mein Punkt ist auch der, auch den Energielieferanten wird es immer geben, weil man kann sich nie zu hundert Prozent selber versorgen und das wird auch immer so sein dass die Netzkosten eine wichtige Komponente sind und bleiben werden.
00:21:48: und je mehr man hier ausbauen machen muss... Auch hier muss der Gesetzgeber die richtigen Impulse setzen, damit sich alle solidarisch an den Kosten beteiligen.
00:21:59: Und wenn diese richtigen Impulse gesetzt werden dann wird auch das Thema Benutzung von Energiegemeinschaften, Peer-to-peer-Plattformen und ähnlichen Dingen, Rosioma, Batterie
00:22:12: usw.,
00:22:12: in ein vernünftigen Verhältnis stehen.
00:22:14: Das richtige System wird dann einfach dorthin führen dass die Physik der Aufbringung, der Verbrauch möglichst in einem Kundenzusammenhang stehen und wir werden dabei unterstützen, dass das passiert.
00:22:28: Du hast es ja richtig angesprochen im LWG steht ja etwas mit.
00:22:33: also wenn die Preise sinken steigen dann wird das irgendwie gleich automatisch an die Kundenangeh weitergegeben.
00:22:40: ich kann mich jetzt ich hab's nicht genau gelesen So, ich weiß jetzt aus meiner Berufserfahrung.
00:22:47: Es gibt Beschaffungszeiträume die sind weit im Voraus und ich deck mich auch als Kunde nicht am Tag X ein weil der Preis so ist sondern ich kaufe ein bisschen... Also ich habe eine Beschaffungstrategie.
00:23:04: wie geht sie mit dem um?
00:23:06: Das wird mich noch interessieren.
00:23:07: dann komm' dann sind wir
00:23:08: fertig!
00:23:09: Nein also das gesetzliche Preisänderungen reicht.
00:23:14: Eben dieser Bayer-Grafen auf Nr.
00:23:15: twenty wir wenden ihn noch nicht an und haben deswegen auch unsere Beschaffung nicht auf diesen Bayer Grafen ausgerichtet, wir verwenden Fixpreisprodukte für ein Jahr das heißt der Kunde wird für einen Jahr eingedeckt zum Zeitpunkt der Vertragsunterfertigung.
00:23:40: Wenn ich mich jetzt mit einem, und dann gibt es andere Produkte die auf Monatspreise gehen oder eben Produkte nach einem Jahr sich veränderten Jahrespreis.
00:23:55: Aufgrund eines Indexes wird ein Index nachbeschafft.
00:23:58: also da gibt's verschiedenste Produkte, die wir haben aber die Produkte sind nicht auf dieses gesetzliche Präsentierungsrecht ausgerichtet.
00:24:06: Ist das überhaupt
00:24:07: machbar?
00:24:09: Ich meine, wenn jeder jetzt einen Fixpreis hat und im Gesetz steht, muss es günstiger werden.
00:24:14: Das ist aber eine Vertragsbindung also...
00:24:17: Naja das Gesetz sieht grundsätzlich eine Systematik vorhin.
00:24:23: der ich als Unternehmen Genergie beschaffe Und ich kaufe sozusagen für einen bestimmten Zeitraum ein gibt dann die Möglichkeit, es ist kein Automatismus, sondern es sind die Möglichkeiten geänderte Kosten weiterzugeben.
00:24:46: Nach unten muss man nach oben kann man
00:24:49: immer und
00:24:54: da gibt schon freie Räume für die Unternehmen.
00:24:56: Es geht letztlich darum dass die Gewinnmarsche nicht zu Ungunsten der Konsumentinnen und Konsumenten verändert wird.
00:25:05: Aber letztlich gibt es hier für die Unternehmen schon eine gewisse Möglichkeit, die Beschaffung danach auszurichten und eben dann zu sagen jetzt geht's ja sich nicht mehr aus.
00:25:18: Und jetzt pass ich meinen Preis an.
00:25:20: aber es ist nicht ein Automatismus dass ich sage das muss nach einem halben Jahr der Preise erhöht werden sondern es kann nach einem halben Jahr der Preise erhöht werden.
00:25:29: und wenn jetzt ein Unternehmen einen anderen Durchrechnungszeitraum hätte und sagen würde okay, also das geht sich jetzt für den Dreivierteljahr aus.
00:25:36: Und dann erhöhe ich erst, dann würde es auch passen.
00:25:40: beim Hinuntergehen ist es mit den sechs Monaten und da werden sich die Unternehmen eine Beschaffungsstrategie zurechtlegen.
00:25:47: Ja sehr spannend!
00:25:49: Wir sind schon am Ende unseres Gesprächs angekommen.
00:25:53: Was für eine Erkenntnis würdest du unseren Hörerinnen und Hörern mitnehmen, wenn du es auf alle reduzieren müsstest?
00:26:04: Die Energie-Zukunft wird sehr spannend sein.
00:26:08: Einfach deswegen, weil es viele, viele Möglichkeiten gibt für die Energieversorgung.
00:26:13: nicht nur eben der Strom, der aus der Stektose kommt an einer Börse beschafft, sondern auch viele andere Methoden Selbstverbrauchen, Batterie, peer-to-peer Energiegemeinschaften.
00:26:27: Aber eines ist immer ganz wichtig – der Strom hat ein Marschau!
00:26:33: Es ist nicht so dass es ganz egal ist um welche Uhrzeit der Strom produziert wird, dass es egal ist und welchen Zeitpunkt der Strom gekauft wird, beschafft wird, festgelegt wird.
00:26:45: Der Preis, sondern es kommt eben einfach immer darauf an wann diese diese Stromlieferung fixiert wurde, technisch gesprochen.
00:26:57: Und der Gesetzgeber gibt auch einen Input und sagt also eine Verpflichtung wir müssen auch ein Risikomanagement einhalten das heißt wir müssen das beschaffen.
00:27:10: Und dieser Gedanke der wird einfach für die Zukunft ganz entscheidend sein.
00:27:15: Der Strom kann auf viele Arten besorgt werden geliefert werden Und wir werden die richtigen Tools dafür bereitstellen, je nachdem was der Markt verlangt.
00:27:29: Sehr schöne Entworte sage ich jetzt einmal!
00:27:31: Also der Strom wird in Zukunft auch ein Marschall haben – er hat ja jetzt schon eines und das ist hoffentlich ein bisschen grüner.
00:27:39: Das wird auf jeden Fall kommen, dass es natürlich ein ganz wichtiger Punkt wird hier immer wieder erwähnt im öffentlichen Diskussionen Wir brauchen mehr Erzeugung, weil wenn wir mehr Erzeugung haben dann kommt automatisch auch ein tieferer Preis zustande in Mehrstunden.
00:28:01: Weil wir einfach weniger von Gaskraftwerken abhängen sind.
00:28:05: aber tatsächlich ist es nach wie vor so dass wir noch über Jahrzehnte vom Gas auch abhängig sein werden.
00:28:11: Ja
00:28:12: gut vielen Dank für das nette Gespräch herwig.
00:28:15: danke schön an alle.
00:28:17: ja dankeschön an alle Hörerinnen und Hörern.
00:28:21: Nächste Woche geht es weiter mit dem nächsten Thema.
00:28:28: Das war Gegenstrom der Podcast!
00:28:31: Du suchst bei einem Energiethema nach mehr Wissen, Klarheit und Orientierung?
00:28:36: Teile es in den Kommentaren oder abonnier uns doch – wir hören uns nächste Woche überall wo es Podcasts gibt.
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